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1940
1942-1945
1971
1990
1996
1997
2004
2006

Gründungsurkunde 1922

1922
Munte 2 Gründungsurkunde Seite 1 von 1922
1922
Munte 2 Gründungsurkunde Seite 2 von 1922
1922
Munte 2 Gründungsurkunde Seite 3 von 1922
Gründung der Munte II bei Gustav Tappe, 1922 Domizil war der Keller unter der Kaffeehaus-Terrasse.
Zunächst fanden einige der Mitglieder Lagermöglichkeiten ihrer Boote unter der Terrasse des Kaffeehauses Tappe, Zur Munte 2 (Adresse). Dem Wirt, Gustav Tappe, war dann aber die Unordnung in seinem Keller zu groß. Er drohte mit Kündigung. So nahm Kriminaloberkommissar Bollmann die Sache in die Hand und lud die Sportskameraden zu einer Besprechung ein am Samstag, dem 15. April 1922 in die Munte, wo dann einstimmig die Gründung der Wassersportvereinigung “ Munte II" beschlossen wurde. Es begann also mit einem Bootslager im Keller und einem kleinen, nur im Sommer verwendbaren Holzschuppen. Tappes Mole am Muntegraben durfte, gegen entsprechende Instandhaltung, mitbenutzt werden.

Standort Munte (Muntze)

1922
Standort an der Munte (Muntze)
Über Kuhsiel brachten Lastkähne seit dem Mittelalter Getreide und Vieh aus Lilienthal und Borgfeld von der Wümme in den Kuhgraben und weiter an der Munte vorbei und am Bürgerpark entlang bis zum Dobben. Die Schiffer zogen ihre Kähne über den Wümmedeich. Als der Handel mit Torf zunahm, baute man im 19.Jahrhundert die erste Schleuse in Kuhsiel.. An dem Graben “Munte” (Muntze) stand “Tappe`s Kaffeehaus “ an der Munte Nr. 2, hier mit den Booten der Vereinsgründer.

Neuerwachen nach den Kriegsjahren

1922 waren die Nachwehen des ersten Weltkrieges in Deutschland noch überall zu spüren. Rasant steigende Inflation und Arbeitslosigkeit verbreiteten große Unsicherheit. Trotz allem, es ging langsam wieder aufwärts. Und so suchten auch wieder unermüdliche Wassersportler Ausgleich und Erholung beim Puttenschippern.

Stander und Statuten der Munte

1923
Stander der Munte 2 von 1923
Im Juni 1923 erfolgt die Einführung des Standers mit „M“ und die Statuten werden beschlossen. Gustav Tappe wird Ehrenmitglied für Entgegenkommen beim Pachtvertrag und spendet einen Flaggenmast. Im April erfolgt die Anschaffung eines Eisenbahnwaggons als ersten Schuppen.

Wirtschftskrise und Inflation

1923
10 000 Mark Halbjahresbeitrag
Im Oktober 1923 machte sich die Weltwirtschaft auch bei der Munte bemerkbar. Inflation! Bis im November 1923 die Krise durch die Einführung der Rentenmark beendet wurde schlugen die Beiträge Kapriolen Halbjahresbeitrag zu diesem Zeitpunkt: 10.000 Mark. Kassenbestand am 5.10.23 : 66 Millionen Mark, davon 57 Millionen Mark Strafgelder! Beschlossene Nachzahlung für Aktive: 0,50 Goldmark, zahlbar bis 14.10.1923.

Bootshaus Tappe

1924
Die Wiege von Munte II - hier ein Bild von 1924

Verein als Rechtsschutz

Dokumentiert aus dem Jahr 1925 ist eine frühe, auch heute nicht übliche, Versicherungstätigkeit. Für die Kollision eines Mitgliedes mit einem fremden Boot übernimmt der Verein die Anwaltskosten, „da wir unsere Mitglieder schützen müssen“. Der soziale Gedanke im Mittelpunkt der Vereinshandlung spiegelt sich hier wieder!

Munte 2 - Tappes Kaffeehaus 1927

1927
Der Name "Munte 2" war die Adresse vom Tappe`s Kaffeehaus, heute Hotel Munte am Stadtwald

Zukunftspläne 1927

Erste Planungen für „eigene Bootshausanlage“: Plätze an der Hamme, Oberweser und Borgfeld sind im Gespräch; Vereinsmitglied Dr. Wicker wird in Hannover zum 1. Vorsitzenden des DKV – Kreises Weser-Ems gewählt.

Kanu-Ausstellung

Eine Kanu-Ausstellung im Jahr 1928 im „Museum“ (Domshof) ist marketingtechnisch ein voller Erfolg: Es konnten durch die Präsentation in diesem Rahmen neue Mitglieder gewonnen werden Auch wirtschaftlich lohnte sich der Einsatz: Überschuß RM 113,56

Erweiterung in Fläche und Inhalt

Unterschiedlichste Aktivitäten prägen 1931 die Arbeit von Vorstand und Mitgliedern! - Klagen über zu hohe Bierpreise bei den Blocklandwirten, Vorstand will hier verhandeln - Tappe bietet reservierte Plätze und Sonderpreise für Mitglieder an - Der Vorstand erreicht eine Pachtermäßigung auf RM 1.500,- p.a. - Der Vorsitzende Liensberger erhält einen zusätzlichen Pachtvertrag für benachbarte 3-Morgen Wiese vom Staat - Im Zuge der Wümmeregulierung wird der Hafen ausgebaggert und erweitert.

Arbeitsdienst 1931

1931
Arbeitsdienste
Trotz der, im Vergleich zu heutigen Verhältnissen, primitiven Möglichkeiten (oder gerade deswegen?) entwickelte sich ein reges Vereinsleben mit Gemeinschaftsausfahrten, Herrentouren, vielen Regatten u.a.m.; es war wie in alten Unterlagen zu lesen, eine große Familie aus unterschiedlichster sozialer Schichtung, die sich im Paddelsport zusammen fand. Fast schwärmerisch zu nennende Fahrtberichte, selbst verfasste Gedichte und Lieder zeugen von heute kaum noch nach empfindbarer Fröhlichkeit und Geselligkeit.

Neue Medien

Auch damals war die Mitgliederwerbung ein zentrales Thema. Deshalb hat 1931 der Vorstand Mitgliederwerbung im Rundfunk (!) veranlasst, Ein guter Erfolg!

Ein Hafen mit einfachsten Mitteln

 1931
Slippen
Sich mit einfachsten Mitteln zu helfen wissen und vor allem gemeinsam für eine Sache stehen wurde in den 30er jahren im Verein groß geschrieben!

1932 - 10 Jahre Munte 2

Das 10-jährige Stiftungsfest wird mit einer schlichten Feier und Labskaus-Essen begangen; Für Aktive Mitglieder wird Standerführung zur Pflicht.

Politischer und gesellschaftlicher Wandel

Es weht 1934 ein neuer Wind in Deutschland. Das ist auch im Vereinsleben zu spüren. - Der mit Zustimmung des Kreisführers des NS-Reichsbundes für Leibesübung (NSRL) ernannte Vereinsführer Wessels erhält zu Weihnachten die Aufforderung des Amtsgerichts, seine Bestätigung durch den DKV-Gauführer binnen 14 Tagen beizubringen, bei Androhung von RM 15,- Strafe; neue Einheitssatzung des NSRL muß übernommen werden.

Regeln im Sinne des Regimes

Der Tag des Anpaddelns wird 1938 als Gemeinschaftsveranstaltung vom Reichssportführer festgesetzt.

Kleinteilige Einflussnahme

Zum neuen Vereinsführer wird 1939 Kamerad Schnell bestimmt und, nach Zustimmung von Polizei, Gestapo und NS-Kreisleiter vom NSRL bestätigt, in der Generalversammlung gab er bekannt, dass er den übrigen „Vereinsbeirat“ (Vorstand) später bestimmen werde.

Moderne Verkehrsmittel - Kremserfahrt

1939
Komfortable Anreise zur Munte
Im Zeitungsartikel von 1939 wird verkündet, dass die Bremer Straßenbahn einen Kremserverkehr von der Hartwigstrasse über die Munte nach Kuhsiel eröffnet hat. So lässt sich ab diesem Zeitpunkt, das Angenehme mit dem Schönen verbinden! Einem schönen, entspannten Wochenende steht also nichts im Wege!

Mitgliederschwund auf andere Art

Auch in der Munte hinterlässt der Krieg seine Spuren - 1940 sind von 55 Mitgliedern 17 Kameraden eingezogen. Es wurden Feldpostpäckchen und Munte-Nachrichten in die umkämpften Gebiete versandt ; Vorstandsitzungen fanden nicht statt, da der „Vereinführer die Verantwortung allein trägt“; auf dem Munte-Gelände werden ca. 40 Obstbäume gepflanzt und Nutzgärten angelegt, das Gelände würde sonst beschlagnahmt werden; mit Kleinbooten werden nur kurze Fahrten unternommen.

Die Kriegsjahre 1942-1945

1942-1945

Hallenneubau - 1971 Holzhalle

1971
Hallenneubau an der Lesum
Am neuen Standort wird 1971 mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder die neue Bootshalle errichtet. Den Tag, Mitte Oktober wird keiner der Beteiligten vergessen: Die vorgefertigten Teile der 600qm großen, freitragenden Halle wurden von ca. 25 Mitgliedern von morgens 7.00 Uhr bis abends 7.00 Uhr aufgerichtet, mit Platten verschalt und mit Dachplatten abgedeckt. Eine Arbeitsleistung, die nach fachlichem Urteil als einmalig gelten darf!! Drei Wochen später konnten die ersten Boote eingelagert werden. Daneben war auch schon an der schwimmenden Anlage gearbeitet worden. Nur bis zur Fertigstellung der Slipanlage hat es im Herbst 1971 nicht mehr gereicht, und so gestaltete sich die Einlagerung der Boote durch Schliff und Schlamm recht schwierig.
1990
1990 - Bau der Blechhalle
Im Jahr 1990 wurde der Bau einer zweiten Halle angegangen
1996
Dalben für den Steg
Nachdem die Steganlage anfangs verankert werden musste, wurden später die großen Dalben gerammt

75 Jahre Munte

1997
75 Jahre Munte 2

Steganlage Munte 2

2004
1.Bauabschnitt der neuen Steganlage 2004
Der erste Bauabschnitt der neuen Steganlage ist fertig gestellt und geht im Frühjahr zu Wasser. Spontan wird nach dem Arbeitsdienst eine Stegparty zur Einweihung eingeläutet. Der 2. u. 3. Bauabschnitt ist für die kommen Jahre geplant und beinhalten den Neubau der Zuwegung zur Brücke, Neubau der Brücke und des Hauptanlegers.

Stegelement der Anlage

2006
Aus einzelnen Stegelementen wird der Steg zusammen gesetzt. Die Stegelemente bestehen aus einem verzinkten Gerüst. Als Auftriebskörper werden Kunststofffässer verwendet. Belag ist Hartholz,
Die Steganlage Munte 2 einschl. Hauptanleger ist komplett neu erstellt. Die Zuwegung zum Steg wurde ergänzend mit Gitterrosten ausgelegt und verbreitert. Die Gesamtlänge beträgt jetzt mehr als 200 m